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Perlen als Brautschmuck, im Altertum Zeichen der Jungfräulichkeit

Erstmals werden Perlen etwa 2200 v. Chr. in chinesischen Überlieferungen erwähnt – damals war die Perle oft im Besitz adliger Menschen und wurde Kaisern und Königen als Symbol von Weisheit und Würde oft als Geschenk bzw. Gabe dargereicht. Aber auch in anderen Kulturen war die Perle ein Symbol für Wohlstand, Ansehen und Reichtum. Oft wurden die Perlen jedoch auch als Talisman genutzt, ganz einfach aus dem Grund, dass man der Perle magische Fähigkeiten zu schrieb. Sowohl in der Steinzeit, als auch im Römischen Reich waren Perlen sehr verbreitet – während man sie in der Steinzeit als Amulett oder Talisman nutzte, arbeiteten die Römer die Perlen in Kreuze, aber auch Schmuck und Gewänder ein. Auch besondere Gefäße und Reliquien wurden mit Perlen versehen. Bei den Christen diente die Perle als Symbol von Reinheit und Seligkeit. Man schätze an ihnen auch ihren organischen Ursprung, ihre Vielschichtigkeit und ihre betörende Eleganz.

Naturvölker wie zum Beispiel die Indianer und auch afrikanische Stämme stickten die Perlen auf Kleidungsstücke, Taschen, Gürtel und vieles mehr, hier stand die Perle symbolisch für Kostbarkeit und Reinheit. Die Indianer fanden die Perlen in Flüssen und Seen. Immer wieder ist davon zu hören, dass Naturvölker die Perlen zu Schmuck verarbeiteten. Aber auch in Indien, Persien und in der arabischen Welt waren Perlen sehr verbreitet, hier sah man die Perle als Symbol für Glück und Kinderreichtum. Seit dem 8. Jahrhundert werden Perlen auch als Heilmittel verwendet, indem man die Perlen zerrieb und zur Zubereitung von Perlmilch, Salben oder auch hochwertigem Kalzium nutzte. Auch als Aphrodisiakum waren Perlen sehr beliebt.

Im persischen Raum sowie auch im Islam galt bzw. gilt die Perle auch als Symbol für Reinheit und auch Jungfräulichkeit, was sie wohl ihrem klar schimmernden, reinen Äußeren zu verdanken hat, während sie in der griechischen Antike auch oft mit der Liebesgöttin Aphrodite/ Venus verbunden und als
Brautschmuck eingesetzt wurde. Immerhin soll der indische Gott Krishna seiner Tochter bereits zur Hochzeit eine Perle geschenkt haben, wenn man alten Hinduschriften glauben darf. Es wird wohl eine Mischung aus diesen verschiedene Hintergründen sein, die dazu geführt hat, dass Perlen bis zum heutigen Tag auch sehr häufig als Brautschmuck verwendet werden – verbindet man die Perlen darüber hinaus auch mit Schönheit, Kostbarkeit und Wertschätzung. Außerdem sagte man den Perlen auch nach, dass sie aufgrund ihrer magischen Kräfte eine glückliche Ehe begünstigen könnten. Oft wurden der Braut auch bei der Hochzeit selber Perlen von den Gästen geschenkt.